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:: Haltungs- und Bewegungsschulung der Wirbelsäule - Literatur

Chaitow L. Maintaining body balance, flexibility, and stability. A practical guide to the prevention and treatment of musculoskeletal pain and dysfunction. Edinburgh: Churchill Livingstone; 2004.

Chaitow hat mehrere Bücher über die osteopathische Behandlung von Schmerzen des Bewegungsapparates veröffentlicht. In diesem Buch beschreibt er die zu den einzelnen Regionen gehörenden Bewegungsübungen, die unmittelbar mit der Therapie erlernt werden sollten. Ziel ist die Unabhängigkeit des Patienten in der Behandlung seiner Beschwerden.

Falls die Beschwerdesymptomatik begrenzt ist helfen diese einfachen Übungen sehr gut.

Kubalek-Schröder S, Dehler F. Funktionsabhängige Beschwerdebilder des Bewegungssystems: Brügger-Therapie nach dem Murnauer Konzept. Berlin [u.a.]: Springer; 2004.

Der Schweitzer Neurologe Dr. Brügger ist sicherlich der bekannteste Autor im deutschsprachigen Raum, der sich mit Haltungsproblemen der Wirbelsäule auseinandersetzte und Behandlungsmethoden dafür entwickelte. Dieses Buch beschreibt vorrangig für Therapeuten die Behandlungsmethoden. Dr. Brügger verknüpft überlastetete anatomischer Strukturen mit der Haltung und Bewegung des Menschen. Die Beschwerden sind funktionsabhängig.

  • Ausgangspunkt ist die zusammengesunkene (sitzende) Alltagshaltung des Menschen. Durch ineinandergreifende Zahnräder wird die Aufrichtung anschaulich. Die regelmäßige Benutzung der in die Gerade und nach Außen bewegenden Muskeln wird trainiert. Die Haltung zeigt eine unmittelbare Wirkung auf die Muskelfunktion und die Schmerzhaftigkeit der Bewegung.
  • Ansatzreizungen in der Leiste und am Brustbein bzw. mechanische Überlastungsödeme können durch die heiße Rolle oder durch Infiltrationen behandelt werden.
  • Verkürzte Muskeln sind ein weiteres Standbein der Therapie. Die Dekontraktionsbehandlung efolgt durch die exzentrische Beübung der Antagonisten.

Die Maßnahmen können durch Tests unmittelbar überprüft werden und damit eine Hypothese bezüglich des Ursprungs erarbeitet werden. Der Patient erhält Anweisungen für häusliche Übungen und die Umsetzung bei täglichen Verrichtungen. In dem Buch wird darüberhinaus auf den Beitrag der Brügger Therapie bei häufigen Erkranlungen des Bewegungsapparates eingegegangen.

Betz U, Hüter-Becker A, Heel Christian. Das neue Denkmodell in der Physiotherapie, Physiofachbuch. Bewegungssystem- Spiraldynamik. Stuttgart [u.a.]: Thieme; 2006.

Der Begriff Spiraldynamik geht auf den Schweitzer Arzt Dr. Christian Larsen zurück. Das Besondere an diesem System ist, dass es Hinweise zur Stellungskontrolle sowohl an der Wirbelsäule als auch an den peripheren Gelenken gibt. Es geht dabei von der knöchernen und muskulären Anatomie aus, erklärt wie die Strukturen im Gleichgewicht bleiben und  Bewegung stabilisiert wird. Das oben geanannte Buch begeistert besonders durch die Fotografien, indem jeweils falsche und korrekte Gelenkstellung dargestellt werden, u.a. im Laufsport, Tanzen  oder beim Klettern.

Es gibt weitere Veröffentlichungen, die sich auf den spiraldynamischen Ansatz beziehen, z.B. ein Buch welches sich um "Schulgymnastik" kümmert. Hier wird wieder zuerst die richtige Bewegung und Haltung anschaulich beschrieben. Zum Beispiel schauen die Knieaugen nach vorne, oder ein kleines Tierchen hat es sich unter dem Fußlängsgewölbe bequem gemacht. Dann kommen die spannenden Übungen: Sprünge bei denen die Kinder mit einer geraden Beinachse aufkommen, Sensibilitäts- und Partnerübungen.

Zu Nacken, Schulter, etc. sind DVDs mit Begleitheft veröffentlicht, die die Anatomie und jeweils sechs Übungen ausführlich darstellen.  

McGill, Stuart, Low back disorders - Evidence-based prevention and rehabilitation, Leeds: Human Kinetics, 2007.

Dr. Mc Gill untersucht Rückenprobleme die im Zusammenhang mit der Arbeit bestehen. Schmerzen entstehen durch die Überschreitung des Bewegungsmaßes eines Wirbelsäulensegmentes. Dies ist besonders häufig der Fall bei Beugebewegungen der Lendenwirbelsäule. Dr. Mc. GIll schildert nun verschiedene Übungen die Lendenwirbelsäule zu stabilisieren: Beugebewegungen aus der Hüfte. Dehnung verkürzter Muskulatur, die die Bewegung beinträchtigen. Seitliche und vordere Stabilisierung der Wirbelsäule. Tests um Fehler der Grundstabilisierung zu erkennen. Tips um Belastungen ohne großen Hebel auf die Wirbelsäule zu übertragen. Es werden viele Fotos aus alltäglichen Arbeitssituationen dargestellt, die jeweils falsche und bessere Bewegung miteinander vergleichen.

Wird die Bedeutung und die Durchführung der Stabilisierung der Wirbelsäule richtig vermittelt unterbleibt die andauernde neue Reizung der überlasteten Strukturen. Die Strukturen können ausheilen und die neurale Überaktivität kann sich abbauen. Diese einfachen Übungen können andere Formen der Behandlung auch bei sehr lang bestehenden Beschwerden unmittelbar unterstützen.

Liebenson C. Rehabilitation of the Spine. : Lippincott; 2007.

972 Seiten ! Zwei Schwerpunkte:

1. Behandelt werden rehabilitative Übungen für Hals- und Lendenwirbelsäule. Die Übungen sind jeweils einfach durchführbar und können damit auch schnell ohne unmittelbare Anleitung durchgeführt werden. Übungen bei akuten Beschwerden, subakute Beschwerden und der Übergang zu sportlicheren Belastungen werden jeweils einzeln dargestellt.

2. Die Manuelle Medizin ist stark beinflußt durch die Arbeit von Karel Lewit. Zwei Kapitel sind von ihm verfasst und geben die Bedeutung wieder die Karel Lewit der Behandlung von Muskeln und Faszien und der funktionellen Diagnostik von Muskelketten gibt. Weitere Kapitel beziehen sich auf die Diagnostik der muskulären Dysbalance und die Behandlung durch sensomotorische Stimulation. Sie wurden von Mitarbeitern von Vladimir Janda bearbeitet.