
Die Therapie myofaszialer Schmerzen der Wirbelsäule und der Gelenke
Schmerzen des Bewegungsapparates werden nicht nur durch Gelenkveränderungen oder die Bandscheibe ausgelöst. Meist bestehen gleichzeitig oder ausschließlich myofasciale Trigger. Triggerpunkte sind sehr druckempfindliche Bereich, die Schmerzen auslösen (engl. - to trigger). Im Muskel werden sie typischerweise innnerhalb eines harten Muskelstranges gefunden.
Der Ort des schmerzauslösenden Triggerpunktes muss hierbei nicht mit dem Ort der Schmerzempfindung übereinstimmen. Ein Triggerpunkt im Bereich des Schulterblattes kann seinen Schmerz auf der Vorderseite der Schulter übertragen. Ein Triggerpunkt in der Gesäßmuskulatur kann in das Bein ausstrahlende Schmerzen verursachen. Triggerpunkte sind nicht durch Röntgen oder Kernspintomografie darstellbar, sondern können nur durch die manuelle Untersuchung der Gewebsempfindlichkeit, des Bewegungsausmasses und durch die Reaktion auf eine spezifische Behandlung identifiziert werden.
Bestehen Triggerpunkte länger kommt es zu einer Veränderung des normalen Bewegungsablaufes. Als Folge der Bewegungsveränderung kommt es zu Gelenk- oder Sehnenansatzreizungen oder aber auch zu vermehrten akuten Muskelverletzungen. Problematischer für die erfolgreiche Behandlung ist die individuell sehr unterschiedlich Sensibilisierung des Schmerzgedächtnisses.
Im Durchschnitt meiner Patienten mit Myofascialen Schmerzsyndrom kann bei 20% eine anhaltende Besserung nach 2 oder 3 Behandlungen und bei weiteren 50% nach 4 bis 8 Behandlungen erreicht werden. Bei 15% kommt es zu einer Schmerzlinderung während der Therapie, die aber nicht anhaltend ist. Bei 15% kann keine Besserung durch eine Triggerpunkttherapie erreicht werden. Für diese chronifizierte Triggerpunkterkrankungen müssen spezielle Behandlungsverfahren angewandt werden, die immer eine Kombination verschiedener Therapieverfahren benötigt.
Die ambulante Durchführung bildkontrolliierte Wirbelsäuleninjektionen
Besteht ein Schmerz über eine Reizung der Wirbelgelenke oder der Wirbelsäulennerven ist die bildkontrollierte Therapie (C-Bogen) eine ergänzende Therapieoption. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn der Patient durch andere Therapieformen vorbehandelt ist und durch Chirotherapie, Physiotherapie, Medikamente oder Akupunktur keine befriedigende Schmerzlinderung erreicht werden konnte.
Unter Bildkontrolle können die Medikament in die Nähe des Wirbelgelenkes, bzw. des Wirbelsäulennerven gebracht werden. Da eine Reizung des Wirbelsäulennervens bzw. - gelenkes oft die Überlastung weiterer Strukturen verursacht ist hier eine sehr wirkungsvolle und ursächliche Therapie möglich. Eine längere Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, Nebenwirkungen durch Schmerzmittel und die Entwicklung eines Schmerzgedächtnisses werden hierdurch vermindert.
Typischerweise werden 2 bis 4 Behandlungen in Abständen von 4 bis 14 Tagen durchgeführt. Die Behandlungen werden im Rahmen der orthopädische Schmerztherapie durchgeführt die weitere Maßnahmen umfasst, insbesondere die Bewegungstherapie. Die von mir angewandten speziellen Injektionstechniken führe ich seit mehreren Jahren ambulant durch.
Die fokussierte Stoßwellentherapie bei Sehnenansatzerkrankungen
Sehr hartnäckige Schmerzen können durch Veränderungen der Sehnen, Band und Muskelansätze an Ferse, Knie und Schulter verursacht sein. Die fokussierte Stoßwellentherapie ist hier ein bewährtes Therapieverfahren gerade bei schon länger bestehenden (therapieresistenten) Schmerzen.
Üblicherweise werden drei Behandlung mit 2000 Impulsen im Abstand von je 1 Woche durchgeführt. Es sollte ohne vorangehende Lokalanästhesie eine Energiedichte von 10 bis 20 erreicht werden. Bei Beschwerden die länger als 6 Wochen bestehen kann 3 Monate nach Behandlung eine Besserung in ca. 60 bis 80% der Fälle erreicht werden.